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Menschenwürde bei Messeveranstaltungen berücksichtigen

Übergang zum Messegelände von der Stadtbahnhaltestelle der Linie 16

Am 08.03. gab es eine Veranstaltung von HannoverForIran [1] mit Regionspräsident Steffen Krach (SPD) und der Landtagsabgeordnen MartinaMachulla (CDU). Dabei wurde von Seiten der Moderatorin Soschia Karimi [2] die Idee geäußert, iranische Firmen von Messeteilnahmen auzuschließen um somit Druck auf die dortige Führung auszuüben.

Hierzu erklärt Thomas Ganskow [3], Vorsitzender der PIRATEN im SV Hannnover [4], der bei der Veranstaltung anwesend war:

Es war schon erschreckend, dass Herr Krach nicht einmal wusste, dass die Region Hannover Anteilseigner an der Deutsche Messe AG in Hannover ist. Zwar nur mit einen kleinen Anteil von 0,129 %, aber der würde ausreichen, um mit der Stadt Hannover mit ihren 49,871 % zumindest die Anteilsgleichheit mit dem Land Niedersachsen zu erreichen. Andere Anteilseigner gibt es nicht. Das hat zwar stimmentechnisch nur geringe Auswirkungen auf die Gremienmehrheiten, denn der Aufsichtsrat besteht aus 22 Vertretern des Landes Niedersachsen, der Landeshauptstadt Hannover, der ausstellenden Unternehmen und der Beschäftigten. Die Landeshauptstadt ist neben zwei Mitgliedern des Rates durch Oberbürgermeister Onay vertreten, der diesem Gremium vorsitzt [5].

Es wäre aber ein Zeichen, wenn sich die Vertreter der Stadt Hannover dafür einsetzen würden, keine Unternehmen mehr bei den hannoverschen Messen auftreten zu lassen, die die Profiteure von Menschenrechtsverletzungen sind. Bezüglich des Iran sollte dies zumindest die Unternehmen treffen, die direkt oder indirekt dem Staat oder den Revolutionsgarden gehören [6].”

Uwe Kopec [7], Vorsitzender des PIRATEN im RV Hannover [8], ergänzt:

“Das wäre ein Zeichen auch Richtung Landesregierung, eine entsprechende Weisung an ihre Mitglieder im Aufsichtsrat zu geben. Niemand kann gutheißen, wenn sich Unternehmen aus Staaten, die ihre Bevölkerung, insbesondere die nicht-männliche, unterdrücken, unbehelligt um geschäftliche Kontakte kümmern können. Dies sollte dann aktuell wenigstens entsprechende Unternehmen aus Russland, Weißrussland, dem Iran und zumindest theoretisch auch Afghanistan betreffen. Wobei diese Liste weiterhin überprüft und ergänzt werden muss.”

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