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Wie die HAZ in ihrer Ausgabe vom 15.11. berichtet, hat das Klinikum Region Hannover Standortschließungen und Bettenabbau angekündigt. [1] Grund ist die chronische Unterfinanzierung, die zu Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe in 2023 führen kann. Die PIRATEN Hannover fordern die Unterstützung der Region Hannover zur Verhinderung derartiger Folgen. Hierzu Bruno Adam Wolf [2], Abgeordneter der PIRATEN in der Regionsversammlung Hannover:

Wir sind mitten in einer Pandemie, die gezeigt hat, wie wichtig die Vorhaltung von Betten in den Kliniken sind. Hier ist die Region gefordert, vorausschauend zu handeln, und somit auf derartige Situationen vorbereitet zu sein. Schon heute warnt Bundesgesundheitsminister Lauterbach vor einer Winterwelle durch die Variante B 1.1 des Corona-Virus. [3] Was uns noch an Mutationen bevorsteht und welche Anforderungen diese an das öffentliche Gesundheitswesen stellen, ist noch gar nicht absehbar.

Es gehört zur staatlichen Daseinsvorsorge, alles dafür zu tun, dass die Menschen die Versorgung bekommen können, die sie benötigen. Nur den aktuellen Zahlen zu folgen, ist kurzsichtig, vor allem dort, wo es um die Existenz an sich geht, nicht angemessen.”

Uwe Kopec [4], Vorsitzender der PIRATEN Regionsverband Hannover ergänzt:

“Gesundheit ist keine Ware, die ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gesehen werden darf. Die in schöner Regelmäßigkeit angestoßene Drohung der Standortschließungen ist mit Sicherheit nicht förderlich, die Region Hannover attraktiver zu gestalten. Gerade für junge Familien sind nahe und erreichbare stationäre medizinische Einrichtungen ein Kriterium zur Ansiedelung in der Fläche. Aber auch die stetig älter werdende Gesellschaft benötigt eine stabile, ausreichende Versorgung. Es muss also die vorderste Aufgabe der Region sein, dies sicherzustellen. Gerade wenn es chronische Verluste sind, zeigt sich hier, dass eine andauernde Unterfinanzierung beendet werden muss. Insbesondere ist dann natürlich auch das Land gefordert, einen höheren Anteil zu tragen. Auch das einzufordern, ist vordringliche Aufgabe der Region.

Und wenn man unbedingt eine Existenzberechtigung für die Agnes-Karll-Klinik in Laatzen benötigt, könnte man die zu einer Schwerpunktklinik für die Behandlung von Long Covid-Fällen machen. Dafür wird man ein wesentlich größeres Angebot benötigen, als es die MHH momentan bietet. [5]

[1] https://www.haz.de/wirtschaft/regional/hannover-bettenabbau-und-schliessungen-drohen-im-klinikum-region-hannover-IEDJTDEBFG4MVXAFJRXJGV6L44.html
[2] https://www.piratenhannover.de/bruno-adam-wolf/
[3] https://www.rnd.de/politik/corona-isolationspflicht-karl-lauterbach-warnt-vor-aufhebung-in-bundeslaendern-BQFC57P6NZKYOEFP4OX6L5HVCY.html
[4] https://www.piratenhannover.de/uwe-kopec/
[5] https://www.mwk.niedersachsen.de/longcovid/wenn-die-symptome-nicht-verschwinden-long-covid-und-post-covid-207357.html

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