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Erfolgsmodell Tunnelbau fortsetzen

U-Bahn

Mit dem schweren Unfall an einer Haltestelle in Döhren [1] erneuern [2] die PIRATEN Hannover ihre Forderung nach Verlegung der Stadtbahnen unter die Erde. 


“Ein reines Tunnelsystem hätte nur Vorteile. Schließlich wären nicht nur Unfälle wie dieser vermeidbar, was allein schon als Begründung ausreichen würde. Auch wären Fahrgäste nicht mehr den Unbillen der Natur ausgesetzt. Die Lärmbelastung durch Bremsvorgänge oder der Vorbeifahrt wäre aufgehoben. Ebenso die ständigen Verspätungen durch im Schienenbereich stehende Kraftfahrzeuge. Dadurch ließen sich auch die zeitlichen Abstände zwischen den Bahnen verringern. Und somit mehr Menschen umweltfreundlich mit dieser schnellen Form des ÖPNV transportiert werden. Etwas, was zwingend notwendig ist, will man den Umstieg vom PKW-Individualverkehr realisieren und das 365-Euro-Ticket [3] erfolgreich machen”, erklärt Dirk Grundke [4], Stellvertretender Vorsitzender der PIRATEN SV Hannover [5] aus Döhren. 


Geänderte Fördermöglichkeiten nutzen

“Aber die herrschende Politik verweigert sich diesem sinnvollen Vorgehen. Zuletzt selbst der Veröffentlichung einer Machbarkeitsstudie, die schon 2003 für die unterirdische Führung der Linie 9 in Auftrag gegeben wurde. [6] Gerade mit dem geänderten Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz [7] würde es möglich werden, mit geringem finanziellem Eigenaufwand das Erfolgsmodell Tunnelbau fortzusetzen. Der Bund hat mit der Novelle neue Anreize zum  Ausbau des ÖPNV geschaffen: Seit 2021 betragen die GVFG-Fördermittel 1 Milliarde Euro jährlich, ab 2025 werden die Mittel auf 2 Milliarden Euro  jährlich aufgestockt. Der Fördersatz des Bundes wird von 60 auf 75 Prozent erhöht. Wer diese Möglichkeiten nicht nutzt, hat keine Lust auf Verkehrswende.

Aber es ist ja das nahezu erklärte Ziel der Mehrheitsparteien in Region und Stadt Hannover, insbesondere dem PKW-Verkehr so viele Steine wie machbar in den Weg zu legen. Dass damit auch alle anderen am Straßenverkehr Teilnehmenden in Mitleidenschaft gezogen werden, wird als Kollateralschaden unter den Tisch gekehrt. Nur dort, wo es primär die eigene Klientel der Grünen betrifft, die Radfahrenden, will man Verbesserungen [8]” kritisiert Thomas Ganskow [9], Vorsitzender der PIRATEN SV Hannover und Bezirksrat in Linden-Limmer. “Diese leicht durchschaubare Taktik, die zeigt, dass es dabei nicht um wirkliche Klimaschutzpolitik geht, muss endlich auch von der Stadtgesellschaft erkannt werden. Etwas, was ich als Direktkandidat zur Landtagswahl 2022 im Landtag Niedersachsen gern thematisieren werde.”

Quellen:
[1] https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Stadtbahn-erfasst-Fussgaenger-in-Hannover-Doehren,aktuellhannover10256.html
[2] https://www.piratenhannover.de/8164/das-pannen-projekt-10-17-soll-verlaengert-werden/
[3] https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/365-Euro-Ticket-Region-Hannover-will-Jahreskarte-2023-einfuehren
[4] https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:DaddyCool1964
[5] https://wiki.piratenpartei.de/NDS:SVHannover/Vorstand
[6] https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-2293-2021
[7] https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/gvfg-nahverkehr.html
[8] https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-0091-2022
[9] https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Thomas_Ganskow

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