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30.08.2014: „Freiheit statt Angst“ in Berlin

Am 30.08. war es wieder so weit. Rund 6.500 Menschen demonstrierten unter dem Motto „Freiheit statt Angst“ in Berlin gegen die zunehmende Überwachung des Privatlebens der Bürger durch den Staat. (1) Selbst wenn das weniger Menschen als im Vorjahr waren, äußerten die Veranstalter Zufriedenheit mit den Zahlen.

„Auch ich hätte mir mehr Teilnehmer vor Ort gewünscht. Aber ich kann die Frustration bei vielen verstehen, die sehen, dass trotz des großen Protestes von Seiten der Regierung immer mehr Überwachung durchgesetzt und noch mehr gefordert wird. Wenn nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs, dass die Vorratsdatenspeicherung illegal ist (2), weiter daran gearbeitet wird, dies erlaubende Gesetze durch die Hintertür beispielsweise durch CETA und TTIP (Europäische Freihandelsabkommen mit Canada und den USA) einzuführen, ist es aber umso wichtiger, dass der Protest dagegen laut bleibt.“ sagt Thomas Ganskow, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Piraten Hannover der neben vielen weiteren niedersächsischen Piraten bei der Demo vor Ort war.

„Unser Themenwagen, der ein kopulierendes Paar im Bett zeigte, was dabei von vielen Kameras beobachtet wurde, macht das Problem sehr deutlich. Der Staat hat Mittel und Wege, selbst unser Intimstes zu erfahren. Und er nutzt sie.“ ergänzt Rüdiger Pfeilsticker, ehemaliger Vorsitzender der Piraten Hannover.