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Ende der Atomstromerzeugung überfällig

Kernkraftwerk vor Abendhimmel

Die Piratenpartei im RV Hannover begrüßt das morgige Ende der Erzeugung von Strom aus Kernenergie, Atomstrom genannt. Hierzu erklärt Uwe Kopec [1], Vorsitzender der PIRATEN im RV Hannover [2]:

“”Mit dem Ende der Erzeugung von Atomstrom geht endlich auch die Ära des Kernkraftwerks Emsland zu Ende, was eine potentielle Bedrohung auch der Region Hannover war. Im Fall eines GAU sind die direkten Auswirkungen bei ungünstigen Windverhältnissen noch in 370 Kilometern zu erwarten. Und Hannover ist gerade mal rund 210 Kilometer entfernt. Selbst wenn dort nur wenige meldepflichtige Ereignisse vorgefallen sind, so wäre es doch nur eine Frage der Zeit gewesen, bis es dort zu einem GAU hätte kommen können. [3]

Mittlerweile ist auch klar, dass der ohnehin geringe Anteil von Stromerzeugung aus Kernenergie [4] durch den Einsatz von erneuerbaren Energien kompensiert werden kann. Umso schneller, wie deren Ausbau vorangetrieben wird, umso besser ist es. [5] Von daher ist es sehr wichtig, dafür jegliche Möglichkeit zu nutzen. Wir fordern somit den Rat der Stadt Hannover auf, dem dortigen Antrag [6] des Vertreters der Piratenpartei, Adam Wolf [7], zu folgen, der die Förderung von so genannten Balkonkraftwerken fordert. Dies sollte jede Kommune in der Region und darüber hinaus organisieren, um die Energiewende auch im Kleinen zu unterstützen.”

Thomas Ganskow [8], Vorsitzender der PIRATEN im SV Hannnover [9], ergänzt:

“Auch ist zu bedenken, dass jeder weitere Tag des Betriebs, für den ohnehin der Brennstoff eng würde [10], ein weiterer Tag ist, an dem Atommüll produziert wird. Und für den es noch längere Zeit kein Endlager geben wird. [11] Was durchaus gut ist. Weite Teile des geologisch möglichen Endlagergebietes [12] drohen bei steigendem Meereswasserspiegel ohnehin überspült zu werden [13].

Einmal mehr zeigt sich: Wer nicht nur an die nächste Wahl oder wenigstens an die nächste Generation denkt, sondern auch darüber hinaus, konnte schon lange sehen, dass Kernkraft eine Sackgasse ist. Und somit ist es gut, dass diesem falschen Weg nun ein unumkehrbares Ende gesetzt wird.”

“Beim AKW Emsland kommt noch erschwerend hinzu, dass es die Energiewende massiv behindert. Denn dank der begrenzten Netzkapazitäten wird die dort stark ausgebaute Windenergie immer dann abgeregelt, wenn konventionelle Stromerzeugung – auch aus AKW – den Bedarf im Netz deckt. [14] Dass dies bei der Entscheidung für einen Weiterbetrieb nicht beachtet wurde, lässt erneut an der Kompetenz der Grünen in Sachen Energiepolitik zweifeln.

Im Übrigen ist der Aufbau und Rückbau von Atomkrafttechnologie klar kostenintensiv, sodass von einer preiswerten Energiegewinnung nicht die Rede sein kann. Schon ohne die Kosten des Rückbaus und der Endlagerung liegen die tatsächlichen Kosten einer Kilowattstunde (kWh) Atomstrom bei bis zu 42,2 Cent. Die Windenergie liegt hingegen nur bei etwa 8,1 Cent/kWh [15]

führt Dirk Grundke [16], stellvertretender Vorsitzender des PIRATEN im SV Hannover, aus

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