Piratenpartei fordert Aufklärung zu Vergünstigungen im aquaLaatzium

Heiko Schönemann, Ratsherr in Laatzen, wollte genau wissen, wie es mit Vergünstigungen bei Eintrittspreisen im aquaLaatzium aussieht und rief bei der Verwaltung des Bades an, um nach Eintrittspreisen für Ratsmitglieder zu fragen. Hintergrund waren Unklarheiten im vergangenen Jahr mit Freikarten für die Veranstaltung „Feuer und Wasser“.

»Ich bekam prompt die Auskunft, dass Ratsmitglieder nur die Hälfte des normalen Preises für eine Aquafit-Mitgliedschaft zahlen müssen, also nur 55 statt 110 Euro.« erklärt Heiko Schönemann. »Der betreffende Mitarbeiter fragte sogar noch einmal nach und ließ sich diese Angabe von Kollegen bestätigen. Eine solche Regelung muss öffentlich gemacht, in den Gremien diskutiert und nach derzeitigem, unvollständigem Kenntnisstand unbedingt neu festgelegt werden. Die Kontrolltätigkeit muss natürlich für den Aufsichtsrat kostenlos möglich sein, die Halbierung des Preises für ein Fitness-Abo kann hier aber nicht das geeignete Mittel sein, um dies zu gewährleisten.«

Das aquaLaatzium hat diesen Angaben widersprochen, der Rabatt soll nur für Aufsichtsratsmitglieder gelten, die so ihrer Kontrolltätigkeit nachkommen können.

Der Regionsverband Hannover der Piratenpartei sieht diese Aussagen kritisch und fordert eine vollständige Offenlegung des Sachverhaltes, um Transparenz sowohl für die Bürger als auch für die teilweise offenbar ebenfalls nicht vollständig informierten Rats- und Aufsichtsratsmitglieder herzustellen.

»Die derzeitige Regelung, soweit bisher bekannt, öffnet Missbrauch die Türen.« so Steven Maaß von den Piraten aus Hemmingen. »Der Eindruck von Vetternwirtschaft durch Bevorzugung von politischen Mandatsträgern muss bekämpft werden. Das ist nur möglich, in dem das aquaLaatzium jetzt endich die Karten auf den Tisch legt und transparent deutlich macht, aus welchen Gründen welche Rabatte gewährt werden.«