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Piratenpartei Hannover sieht Schützenwesen als Integrationselement

Die Piratenpartei Hannover kritisiert die Stellungnahme der Grünen Jugend, die mit ihrer Breitseite gegen das Schützenwesen ein zentrales Element der Integration zwischen Jung und Alt sowie zwischen den Kulturen angegriffen hat.

Gerade die Stadt Hannover ist mit dem größten Schützenausmarsch der Welt – und über 82 aktiven Schützenvereinen und Schießsportclubs – eine Keimzelle der Sport- und Vereinsarbeit.

Steven Maaß, Vorsitzender des Regionsverbandes Hannover der Piratenpartei: „Bei den Schützen sind ganze Familien im Verein organisiert und mit Jung und Alt integriert. Ein Angriff auf das Schützenwesen seitens der Grünen Jugend zeigt die negative „dagegen“ Politik grüner Denkweisen.“

Die Piraten Hannover sehen alle Sportvereine als wichtigen integralen Bestandteil einer zukunftsgerichteten offenen Gemeinschaft und jeder Bürger sollte selbst die Entscheidung treffen, welchen Sport er betreiben möchte. Die Piraten Hannover stimmen der Grünen Jugend zu, dass dort, wo es Fehlverhalten gibt, die Vereine gefordert sind, dagegen vorzugehen. Das ist aber von allen Sportvereinen und Organisationen zu fordern. „Es ist unverständlich, warum die Grünen hier einseitig die Schützen angreifen“, so Karl-Heinz Withus, Mitglied bei den Piraten und in einem Traditions-Schützenverein.

Selbstverständlich wird auch von der Piratenpartei [1] jeder Missbrauch von Waffen scharf verurteilt. Aber es darf nicht vernachlässigt werden, dass Schützen, bevor sie eine Waffe erwerben dürfen, mehrfach geprüft und registriert sind. [2]

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Für weitere Pressekontakte und Fragen stehen Carsten Sawosch
(Tel. 0157 85060056) oder Ylva Meier (Tel. 0511 13229886) zur Verfügung.
E-Mail-Kontakt: presse@piratenhannover.de
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[1] http://wiki.piratenpartei.de/AG_Waffenrecht

[2] https://dl.dropbox.com/u/5278508/ag_waffenrecht/poster/wenn_ihr_nachbar_sportschuetze_ist_poster_A3.pdf

 

18 Kommentare zu “Piratenpartei Hannover sieht Schützenwesen als Integrationselement

  1. Schorsee

    Bereits vor mehreren Tagen habe ich einen Beitrag zum Thema abgesendet, der bislang so weit ich das beurteilen kann noch nicht veröffentlicht wurde. „Dein Kommentar wartet auf Freischaltung“ steht darüber, wenn ich diese Seite aufrufe. Wann erfolgt denn die Freischaltung?

  2. Schorsee

    Das Wort Schützenvereine kommt von „schützen“ im Sinne von Schutz bieten. Und wo Schützenvereine die Schwachen und Benachteiligten in der Gesellschaft schützen, z. B. Menschen, die wegen ihres Glaubens geschnitten werden, z. B. Muslime oder wegen ihres Aufenthaltsstatus benachteiligt werden, z. B. Asylbewerber, oder wegen ihres Erwerbsstatus ausgegrenzt werden, z. B. Arbeitslose, oder aufgrund ihres Familienstandes benachteiligt sind, z. B. Alleinerziehende, dort also wo Schützenvereine diese Menschen in Schutz nehmen, tragen sie ihren Namen zurecht.

    Es muss allerdings keiner verschnupft sein, wenn wer wagt, darauf hin zu weisen, dass Schützenvereine nicht immer ihrem Namen in vollem Umfange gerecht werden.

    So was kommt schließlich auch vor.

  3. Johannes Bormann

    Auch die „erwachsenen“ Grünen sehen das ganz anders: „Dette: „Hannoversche Schützenvereine haben Vorbildfunktion für Integration und Gleichstellung im Schützenwesen!“ (http://www.gruene-hannover.de/rat/meldungen/gruene-ratsfraktion-relativiert-aussagen-der-gruenen-jugend-niedersa.html)
    Ein bisschen Realitätssinn würde der Grünen Jugend gut tun. Immer nur den lautesten nachschreien bringt auf Dauer nix.

    Hannes_55

    • Sorry, das dient leider nur der Beschwichtigung und ist damit nicht das Papier wert, auf dem es steht. Inhaltlich liegt die Grüne Jugend voll auf Kurs der „Alten“, nur sagen die das „noch“ nicht so öffentlich.
      Sind leider erfahrungswerte. Siehe unten.

  4. Ulli Zedler

    Nun ja, es ist tatsächlich so, dass Schützenvereine, im ländlichen Raum, eine gewisse integrative Wirkung entfalten können. Jugendliche werden eingebunden, sie werden mit Techniken, z.B. auch Atemtechniken, Konzentrationsübungen etc. pp. vertraut gemacht, und selbstverständlich schießt man nicht auf Menschen sondern auf Zielscheiben.

    Wenn so Jugendliche ‚von der Straße‘ geholt werden, oder sie eine Alternative finden, um Aggressionen in einem konzentrierten Sport beherrschen zu lernen, statt durch gerangel auf der Straße oider Gewalttätigkeiten untereinander, dann mag das angehen, und positiv gewertet werden.

    Da ist aber auch im Baskteball, im Breitenspurt allgemein, ohne Waffen, beim Spiel also möglich, es benötigt dazu keine Waffentechnik oder Waffenanwendung.

    Auch freiwillige Feuerwehren oder das THW bieten vielfältige intergrative Aktivitäten für Jugendliche ohne Waffenanwendung.

    Bitte nicht vergessen, über Schützenvereine wird der junge Mann (Frauen sind dort eher Fehlanzeige, wie wir wissen) an die Waffe herangeführt, der Gebrauch der Waffe wird in strikt kontrolliertem Rahmen ’normaler‘, und ‚beherrschbarer‘, und wer ein wenig über die Landesgrenze nach Süden hinausschaut, weiß, daß z.B. dort eine „Allgemeine Schießpflicht‘ für jüngere Männer besteht, bei der jährlich, in der Regel in anerkannten Schützenvereinen, die obligatorischen Schießübungen durch jeden Mann zu absolvieren und nachzuweisen sind. Das ist so in der Schweiz, und das zeigt relativ klar die Verbindung ‚Schützenverein Militär‘, die in Deutschland, das noch nicht mal mehr eine allgemeine Wehrpflicht kennt (finde ich persönlich sehr gut!), viel loser bzw. nicht in dieser Art vorhanden ist.

    Aber hier geht es letztlich nicht um waffen oder Schützen, sondern um etwas anderes, Grundsätzlicheres. Die ‚grüne Jugend‘ nutzte ein Grundrecht: jedermann kann sich hierzulande, ohne Waffen, frei versammeln und seine Meinung kundtun, z.B. die Meinung daß er Schützenvereine und Schützenvereinsaufmärsche ziemlich daneben findet und das rundheraus ablehnt. Dieses Ding nennt sich Versammlungs- und Demonstrationsrecht sowie Recht auf freie Meinungsäußerung, und ist jeweils im Grundgesetz ziemlich weit vorne (also in den Artikeln 1-21, die mit ‚Ewigkeitsgarantie‘) normiert.

    Die Piratenpartei ist eine strikt am Grundgesetz orientierter Partei („unser Programm ist das Grundgesetz“) und steht für (wenn ich es noch richtig erinnere) Freiheit jedes Einzelnen, seine Meinung jederzeit frei zu äußern, auch wenn diese von der eigenen oder einer anderen abweicht.

    Hier liegt die Krux in dem o.g. blogpost:

    a) es wird die Äußerung einer anderen Meinung mit demagogischer Wortwahl wie ‚Angriff auf das Schützenwesen‘ verunglimpft. ‚Angriff‘ ist nämlich ein gewalttätiger Akt mit dem Ziel, etwas zu zerstören. Hat die grüne Jugend den Schützenzug mit Fäusten, Flaschen, oder gar Messern angegriffen? Oder wurde zu solchen Angriffen aufgerufen? Ich las nichts davon. Also ist hier die Wortwahl wohl unangemessen, mutmaßlich auch verunglimpfend.

    b) es wird das Verhalten der grünen Jugend als Element der „negative “dagegen” Politik grüner Denkweisen” pauschalisiert.
    Pauschalisierungen sind aber eher Mittel der Demagogie und nicht der demokratischen, sachlichen Auseinandersetzung, wie man die gemäß Grundgesetz im Rahmen der ‚freien Meinungäußerung‘ idealtypischerweise erwarten darf.

    Der blogpost-Eintrag ist also in zweifacher Hinsicht um es freundlich auszudrücken ’suboptimal‘. Zudem halte ich es für relativ unwahrscheinlich, dass hier eine Mehrheitsmeinung der Piraten Hannovers abgebildet wurde.

    Sicher hat das nicht das Zeug zu einem veritablen ‚Schützengate‘, aber die politische Auseinandersetzung mit der grünen Jugend sollte mit deutlich mehr Sachlichkeit und ohne Demagogie oder Pauschalverurteilung geführt werden, wenn man nicht sogar feststellen sollte, daß die Piraten in Hannover bzw. Niedersachsen mehrheitlich der Position der grünen Jugend Hannover bzw. Niedersachsen zumindest deutlich näher stehen als es der blogpost vermuten läßt.

    • Sie haben recht, die grüne Jugend hat das Recht Versammlungen abzuhalten und ihre Meinung kundzutun. Das gilt aber nicht nur für die grüne Jugend, das gilt für jeden, auch für Schützen.
      Nur leider bestehen seitens der Grünen und deren Jugend sehr starke Bestrebungen eben genau dieses Recht für Andersdenkende massiv zu beschneiden, und das nicht nur bei Schützen bzw Waffenthemen. Jeder der nicht der Grünen Ideologie folgt ist in deren Augen ein Störenfried, der so schnell wie Möglich auf den rechten Pfad der Tugend gebracht werden muss. Das ist keine Theorie oder einfach so dahergesagt, ich habe das am eigen Leib erfahren müssen, und das nicht beim Thema Waffenbesitz. Umerziehungslager haben in der Grünen Meinungsbildung mittlerweile einen gewissen Stellenwert erreicht, dass es einem Angst und Bang werden kann. Demokratische Abstimmungen werden von den Grünen systhematisch ignoriert, wenn sie nicht in die Grüne Ideologie Passen. Siehe dazu die Meldungen aus Stuttgart zu S21, wo vom Grünen Spitzenkandidat gefordert wird den Weiterbau des Bahnhofes einzustellen. Die Volksabstimmung wurde im Übrigen von den Grünen initiert und verloren. Solchen Leuten darf ich also getrost unterstellen alles andere als demokratisch zu sein und das meine Meinung nicht als Pauschalisierung abgetan wird.
      Leider zeigen sich bei den Piraten immer mehr Grüne Verhältnisse und die Abkehr von demokratischen Verhältnissen wird immer deutlicher. Das Grundprinzip der Piraten wurde und wird immer öfter mit den Füßen getreten. Ich hatte gedacht die Piraten wären eine wählbare Alternative, aber im Moment verkommen sie, wahrscheinlich auch durch Zulauf aus den Reihen der Grünen , zu einem billigen Abklatscher der selbigen. Piraten besinnt euch auf euere Prinzipien oder ihr seid die nächste Partei die in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

  5. Kai Mast

    Von welcher PM redet ihr?

    In welcher Welt ist bitte ein Schützenverein ein „zentrales Element“ der Integration?

    • Z.B. In Meiner Welt. Wir haben nicht nur „Ur-Deutsche“ in unserem Verein. Aber leider ist das Thema Waffen bei vielen mittlerewile so Ideologieverbrämt, daß sich eine normale Diskussion gar nicht mehr entwickeln kann. Wird auch von vielen Gegener gar nicht mehr gewünscht, da man sich mit Fakten auseinandersetzen müsste, die dem ideologischen WeltBILD entgegensprechen. Frei nach dem Motto: Ich habe meine Meinung, verwirren Sie mih nicht mit Fakten.
      So wie sich viele „Piraten“ verhalten, ist die Piratenpartei nur noch ein Grün-Dunkelroter Abklatsch der Orginalen. Ich hoffe die richtigen Piraten behalten das Ruder in der Hand und lassen sich nicht vom grünroten Mob entern. So wie es im Moment allerdings aussieht ist es schon zu spät.

  6. Gibt es zu dem Thema eigentlich einen Beschluss der Basis? Also irgendwas von nem KPT, LPT, oder ähnliches? Oder zumindest nen LQFB-Meinungsbild dazu? Oder ist das in den Köpfen einer handvoll „Fans“ gewachsen?

  7. Mario H.

    Vielen Dank für die PM. Es war tatsächlich richtig, nicht in die Piratenpartei einzutreten.

  8. greemin

    Kann bitte jemand die Stellungnahme der Grünen Jugend hier verlinken? Ansonsten kann ich diese PM nicht einschätzen.

  9. TehMillhouse

    Die AG Waffenrecht ist also nach Hannover ausgewichen? Interessant. Das ganze kommt mir sehr unpiratig vor, aber meh, vielleicht bin ich auf einfach dumm.

  10. Simon90L

    super Stellungsnahme 🙂

    viele Grüße von einem bayerischen Piraten

  11. Natascha, was hat das mit einem „Kniefall“ vor den Schützenvereinen zu tun? Nicht jede Partei steht hinter der Bevormundungspolitik, die überwiegend von SPD und Grünen bevorzugt wird. Wir sind denke ich alle erwachsene Menschen (irgendwann :D) und vor allem mündige Bürger, die in der Lage sein sollten, selbst zu entscheiden, was richtig ist und was nicht.

    Ich stimme Steven und den Piraten im Großraum Hannover voll und ganz zu. Diese Bevormundungspolitik von den Grünen ist unbedingt abzulehnen in einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft. Bevormunder gabs in der DDR und im Dritten Reich, aber das braucht man hier und heute nicht mehr!

  12. @Natascha
    Kein Kniefall vor den mächtigen Schützenvereinen, sondern ein Kniefall vor Bürgerechten und Selbstbestimmung und ein Zeichen gegen grünen Totalirarismus und Diktaturanspruch.
    Passt den Ex-Grünen die zu den Piraten gewchselt sind und die Piraten auf grünen Kurs umschwenken wollen aber so gar nicht ins Konzept.

  13. Natascha

    Ein Kniefall vor den mächtigen Schützenvereinen.
    Das wäre nicht nötig gewesen.

  14. Tetsuhara

    Volle Zustimmung!
    Ich freue mich über diese Klarstellung von Steven und meinem Heimatverband.
    Weiter so.

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